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Temple Grandin

Liane H. Willey
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Filme und Theater zum Thema Autismus

Zahlreiche Filme wurden zu diesem Thema veröffentlicht. Hier eine kleine Auswahl, die laufend ergänzt wird. Durchscrollen lohnt sich immer wieder.

Kennen Sie sehenswerte Filme mit passenden Inhalten? Dann senden Sie uns gern eine Email. Eine kurze inhaltliche Beschreibung wäre schön. Klick hier

Filmtitel und Beschreibung
Bezugsmöglichkeit/ Link

Life animated
Homevideo macht es möglich: Owen, der Protagonist des Films, wird von seinen Eltern beim Aufwachsen gefilmt, später übernimmt ein professionelles Kamerateam. Bis zu seinem 3. Lebensjahr ist Owen ein Kind wie jedes andere, dann verschwindet er in seiner eigenen Welt. Diagnose: Autismus. Der Schmerz und der Kampf der Eltern um ihren Jungen sind herzerweichend. Jahrelang spricht er nicht. Dann entdeckt der Vater zufällig, dass sich Owens Welt in Disney-Filmen widerspiegelt und spricht durch eine Disney-Handpuppe mit ihm: Es funktioniert. Langsam beginnt Owen wieder zu sprechen. Später gründet er eine Disney-Fangruppe in seiner Förderschule und lernt durch sein Spezialinteresse viele Menschen kennen und erlebt viel Wertschätzung.
Der Film wird immer wieder mit Ausschnitten aus Disneyfilmen und eigenen Zeichnungen illustriert – ganz toll und künstlerisch gemacht. Er beschreibt Owens Leben bis zu seinem Auszug von Zuhause. Ein sehr eindrücklicher Film, der auf dem Bundeskongress von autismus Deutschland in einer Preview gezeigt wurde. Original mit deutschen Untertiteln. Oscar-nominiert als bester Dokumentarfilm 2017.#lifeanimated

Auf der Homepage kostenloses Material für den Schulunterricht!

Das Buch (englisch). Die deutsche DVD ist ab Oktober 2017 verfügbar

Im Kino

Trailer

The Accountant - Thriller mit Ben Affleck

Gehört eine Rezension zu diesem Film hierher? Ach, warum nicht. Ein echter Thriller, in dem Ben Affleck den gewissenlosen Buchalter aller bösen Buben spielt. Aber „gewissenlos“? Nein, wenn es nicht nach seinem Moralkodex geht, kann er sehr sauer werden – und als Asperger Autist auch sehr konsequent.
Alle klassischen Autismus-Klischees werden bedient. Super Zahlenverständnis, schwierige soziale Kontakte, kaum Empathie (bis er auf die Richtige trifft – eine Liebesgeschichte bleibt uns aber im Wesentlichen erspart), repetitive Verhaltensmuster in der Kindheit und ein Puzzle löst er nur anhand der Puzzleteileformen – das Bild spielt keine Rolle. Aber autismusfachlich betrachtet muss man anerkennen: Es werden durchaus Fachbegriffe richtig eingesetzt und auch wenn die Story natürlich überzeichnet ist, hat sie doch so manches Augenzwinkern an guten Stellen parat.
Es wird viel geballert, echter Actionthriller eben, aber die Geschichte ist nicht flach und hat zahlreiche, wie ich finde durchaus spannende und plausible Wendungen.
Dieses „Autismus als Superpower“ ist insgesamt natürlich Unsinn und führt im Prinzip zur gleichen falsche Vorstellung wie „Rain Man“, aber es macht das Autismus-Spektrum der breiten Masse zumindest etwas bekannter. Und wenn man als Autist dann sagen kann „Als Arbeitnehmer bin ich nicht wie Ben Affleck, aber sehr loyal, zuverlässig, lüge nicht und bin pünktlich“, hat man ein erstes Smalltalk-Thema schon gefunden. #accountant

Trailer


Birnenkuchen mit Lavendel, franz. Spielfilm

Ein französischer Film, bei dem ein Asperger-Autist einer der Protagonisten ist, könnte ein guter Film werden. Seit „Ziemlich beste Freunde“ haben die französischen Filme zu Recht wieder etwas mehr Aufmerksamkeit erhalten. Da sich der Umgang mit Autismus in Frankreich stark von unserem unterscheidet und noch intensiv auf unsinnige Psychoanalyse gesetzt wird (obwohl – hier sei Hirschhausen zitiert – „auch sieben Jahre Psychoanalyse aus einem Pinguin keine Giraffe machen“), konnte die filmische Umsetzung mit Spannung erwartet werden.
Aber erst einmal zum Film: Eine schöne Idee (Autist stolpert in das Leben einer Familie, bestehend aus zwei Kindern und einer Frau, hinein) in einer wunderschönen Landschaft mit vielen spannenden Charakteren. Es ist eine Liebesgeschichte mit einigen kuriosen Wendungen, die sehr unterhaltend ist.

Und der Autist? Er hat alle klassischen Eigenschaften, die man Asperger-Autisten zuschreiben würde. Er sortiert gern, kennt alle Bücher und deren Standort in einem Buchgeschäft, bekommt einen Overload bei zu viel Lärm und gibt auch einen talentierten Computerhacker ab, wenn es der guten Sache dient. Einen solchen Autisten wird man mit diesen Kombinationen nur schwer finden, aber alles ist entspannt und nicht überzogen dargestellt. Es entsteht das Bild eines liebeswerten, wenn auch etwas verschrobenen Menschen, der niemandem etwas Böses will, der ehrlich ist und mit seiner Intelligenz unarrogant unterstützt und durchaus witzig sein kann.
Der kurze filmische Einblick in die französische Psychiatrie zeigt dabei sehr deutlich die Untauglichkeit des Systems und wird sehr schön in der Wahrnehmung des Autisten dargestellt.

Fazit: Ein schöner Film, der durchaus einen sinnvollen, wenn auch stilistisch etwas überzogenen Einblick in die Welt eines Autisten bietet. #birnen

Eine junge Frau portraitiert in diesem Film ihren autistischen Bruder. Sehr schöne Idee und sehr gelungen. Publikumspreis Familiale 2016. #GeschichtevomLeben
Richtig autistisch - Ein Film über eine Familie im Autismus-Spektrum
In einer sechsköpfigen Familie haben vier Menschen Autismus. Was sich für Außenstehende wie eine mindestens mittlere Katastrophe anhört, entpuppt sich als intakte Familie. Nicht zuletzt, weil alle gelernt haben, dass sie viel miteinander kommunizieren müssen, um miteinander auskommen zu können. Auch die Form der Kommunikation kann sehr unterschiedlich sein und geht vom Talker bis zum gesprochenen Wort. Ein faszinierender Einblick in eine ganz normale Familie – obwohl es auf den ersten Blick ganz anders sein sollte, so würde man vermuten. Tina Crimmann sagte mal bei einer Begegnung: Autistisch werden wir nur von außen wahrgenommen. Genau das kommt im Film gut heraus. Unaufgeregt wird der Lebensalltag gezeigt, die Eltern berichten über ihre Empfindungen und Herausforderungen. Die Kinder werden geliebt und nicht anders behandelt, weil sie Autisten sind. Sie haben besondere Bedürfnisse, werden aber nicht dressiert, um aus Ihnen Nichtautisten zu machen. Ein sehr empfehlenswerter Film, der eine normale, richtig autistische Familie zeigt.
Der Film ist zu bestellen beim Medienprojekt Wuppertal e.V. und kostet 30 €
Einige Raritäten aus Film und Fernsehen hat Andreas von Aspergistan in seinem youtube-Kanal gesammelt. Z. B. einen Stern-TV-Bericht über Birger Sellin oder ein Hörspiel nach Axel Brauns "Buntschatten und Fledermäuse".
Dennis und wie er die Welt sieht. Ein entspannter Film über das Leben eines jungen Aspergers (29 Min.)
Autismus-Begleithund: Helfer auf vier Pfoten (3:41 Min.). Eine Familie aus Hildesheim sammelt Geld für die Unterstützung des 9jährigen Sohnes.

The big short. Das Wort "Autismus" fällt im Film kein einziges Mal: Es geht um die Wirtschaftskrise und einen genialen Hegdefondmanager, der den kommenden Crash der Banken erkannte. Deshalb ist es kein Film über Autismus. Der echte Hegdefondmanager, dessen Geschichte dem Film zugrunde liegt, hat später erkannt, dass er ein Asperger-Autist ist: Michael Burrys Sohn ist Asperger und nach dessen Diagnose erkannte er sich selbst darin wieder (unter "personal life"). Schaut den Trailer und ratet mal, wer er ist :-).
Im Filmstreifen wird Burry sehr exzentrisch dargestellt und vieles lässt die Fachleute sofort an Asperger-Autismus denken. Insofern ist der Film hier authentisch – und die Geschichte.
Nun sollte man sein Geld nicht dem nächsten Asperger-Autisten in die Hände drücken, damit er damit spekuliert. Autisten sind sehr unterschiedlich, man kann besondere Fähigkeiten nicht bei jedem erwarten. Und auch die Affinität zum Börsenbereich ist nicht selbstverständlich. Nur 15-30% der Autisten haben einen besonderen Zugang zum IT-Bereich. Die Fähigkeiten, die hier im Film beschrieben werden, sind aber durchaus möglich. Burry hat sich hier einen Nischenarbeitsplatz aufgebaut, der genau auf ihn passte. Im echten Leben muss jeder Autist eher lange danach suchen. #short

Guter Film, in Kürze auf DVD. War für 5 Oscars nominiert und hat einen für "das beste adaptierte Drehbuch" erhalten.

Reportage 37 Grad: Kein Smalltalk, keine Lügen. Leben mit Autismus. Über Marcello, Peter Schmidt und Denise Linke.
Mal etwas anderes: Eine "Visual Story" über Denise Linke, in der sie und ihr Autismus interessant illustriert wird
Diagnose Mensch: Einblicke in das Leben erwachsener Asperger-Autisten

Die DVD des Medienprojekts Wuppertal e.V. umfasst fast 5 Stunden Filmmaterial! Unterteilt in Hauptfilm und über dreieinhalb Stunden Bonusmaterial. Der Hauptfilm beschreibt die Protagonisten und deren Familien, soziale Umfelder und Arbeitswelten. Er gibt einen umfassenden Einblick in deren Lebenswelten und wie das Leben als meist spätdiagnostizierter Autist verlaufen kann. Die Assistenzhündin einer Autistin (Ina Wilhelm), sowie die Umschulung einer Kommissarin sind dabei besonders beeindruckende Geschichten. Für Menschen, die sich schon länger mit erwachsenen Autisten beschäftigen, ergibt sich aber nur wenig Neues.
Mich hat das Bonusmaterial noch mehr als der Hauptfilm angesprochen. In „Typisch untypisch“ werden zwei Autisten vorgestellt. Der eine ist Robin Schicha, dessen Buch „Außerirdische Reportagen gerade veröffentlicht wurde. Beide Autisten werden in Ihrem Alltag begleitet, Bedürfnisse und Umgang mit der Diagnose authentisch und unaufgeregt dargestellt. Stephanie geht übrigens gern einkaufen! Eher untypisch für Asperger, zeigt aber gut die Bandbreite des Spektrums. Auf der zweiten DVD findet sich ein kompletter Vortrag von Regine Winkelmann – sehr gut auch für Fachleute. Ein Interview bieten Einblicke in die Arbeit eines ATZ (hier: Rhein-Wupper) und es gibt Einschätzungen eines Psychologen. Ein ganzes Leben mit Autismus wird sehr schön in dem fast einstündigen Interview mit Dirk erzählt, der sehr genau und reflektiert auf Stationen seines Lebens zurückblickt.
Insgesamt sein sehr gutes Werk, um einen Einblick in das Leben erwachsener Asperger-Autisten zu erhalten. An vielen Stellen auch mit interessanten Aspekten für Fachleute, die aber nicht Zielgruppe des Films sind.
Der Film ist zu bestellen beim Medienprojekts Wuppertal e.V. und kostet 30 €. #mensch

Menschen mit Inselbegabungen. Autistische Savants. Faszinierend.
BBC-Reportage: Leben mit autistischen Kindern in den USA. Einblick in Schule und Alltag von autistischen Kindern mit verschiedenen Ausprägungen des Autismus-Spektrum

BBC-Doku von Louis Theroux
Ben X ist ein beeindruckender Film und keine leichte Kost. Die eingebauten Gamesequenzen sind sehr beeindruckend, die Geschichte ergreifend bis schockierend – umso gespannter war ich auf die Umsetzung als Theaterstück. Der Raum schwarz, wenige weiße Flächen auf der Bühne verteilt. Jonas Vietzke als Ben beginnt das Spiel, er stellt den Autisten perfekt dar, hat sich ganz offensichtlich mit der Materie intensiv auseinandergesetzt. Vietzke bleibt der einzige Schauspieler – es ist ein Einpersonenstück: Was für eine Herausforderung an den Schauspieler! Denn er spielt nicht nur den Autisten, sondern auch die Angreifer des Autisten, den Lehrer, den Vater und auch die Mutter. Absolut beeindruckend, wie er zwischen Ben und dem Angreifer Bens wechselt, zwei völlig unterschiedlichen Charakteren. Er schreit, er schwitzt, er klagt und ist dabei eins mit dem Bühnenbild. Denn die weißen Flächen dienen der Projektion von Videos und müssen an der richtigen Stelle stehen. Aber er interagiert auch mit den Videosequenzen. Beeindruckend, wie er sich parallel mit der Videoprojektion die Maske vor das Gesicht zieht, ohne die Projektion sehen zu können.
Ein grandioses Schauspiel. Nicht umsonst hat das Stück schon so manche Preise als Film und auch als Theaterstück erhalten. Während des Theaterspiels habe ich mir die Frage gestellt, ob man den Film vorher gesehen haben sollte um das Stück besser zu verstehen. Schwer einzuschätzen. Ich würde empfehlen: Erst das Stück, dann den Film und dann ganz dringend noch mal das Stück. Klasse.

Theaterstück

 

Nun hat das Thema Autismus auch das Theater erobert. Nachdem das Stück 2012 erfolgreich in England uraufgeführt wurde, gab es die Premiere in Deutschland im September 2013. Aktuell läuft es in Celle, Niedersachsen, mit Maurizio Micksch in der Hauptrolle. Um es vorweg zu nehmen: Die schauspielerische Leistung des Ensembles ist grandios. Dabei wird mit dem Spielort „Halle 19“ keine leichte Bühne gewählt: Die Zuschauer sitzen auf allen vier Seiten um die Spielfläche herum und sind sehr dicht am Geschehen – manchmal auch mittendrin, wenn die Schauspieler Treppen und Eingänge für ihre Szenen nutzen. Dadurch kann die beeindruckende Spielkunst der Schauspieler auch in Details der Mimik wahrgenommen werden.
Die Geschichte ist trotz – oder vielleicht wegen – des übersichtlichen Bühnenbilds sehr gut in Szene gesetzt. Die überdimensionierten Puzzlestücke verwandeln sich im Laufe des Stücks zu Betten, Mauern, Geldautomaten, Tischen und ja, zu Beginn auch zum Hund. Der ermordete Hund bildet den Rahmen der Kriminalgeschichte, die auf eine Familientragödie hinausläuft.
Immer im Zentrum des Geschehens: Der Autismus von Christopher, der wirklich beeindruckend und ohne Einschränkung lebensecht von Micksch dargestellt wird. Faszinierend, wie auch auf kleine Nuancen geachtet wird. So wie die Szenen am Bahnhof, bei denen das Lärm- und Sprachgewirr, das auf den Autisten eintrommelt, toll dargestellt wird (besonderen Dank an Josephine Raschke für den sprechenden Geldautomaten, köstlich). Soviel Fachlichkeit im Stück hatte ich nicht erwartet. Ergänzt werden die Erläuterungen zum Autismus auf dem ausführlichen Flyer zum Stück. Auch das alles andere als selbstverständlich und gelungen.
Die Spielfreude und ständige Konzentration - auch wenn sie selbst keinen Sprechpart haben, aber am Rande der Bühne präsent sind - bleibt dem Ensemble hoffentlich lange erhalten. Die Verwandlungskunst in den unzähligen Rollen von Raschke, Wenzel, Kübler, Quintana und Schibli war einzigartig.
Das Stück sei allen Theaterfans empfohlen – aber auch Fachleuten, die mit Autisten arbeiten. Sie werden nicht enttäuscht. Ach… und auch für Mathelehrer eine Freude. Als Christopher Boone tatsächlich noch seine Prüfungsaufgaben nach dem Applaus erläutert, kommen selbst die nicht mehr aus dem Staunen heraus.

Theaterstück

Eine sehr gute Sendung zum Thema Autismus - mit Rückblick auch auf ältere Sendungen zum Thema.
Autismus bei Mädchen. Medienprojekt Wuppertal mit dem kurzen Film "Unerkannt verkannt" über die Sichtweise einer Asperger-Autistin auf die Welt
Ben X – Spielfilm
Sie möchten wissen, wie viele Asperger-Autisten fühlen, wie sie die Welt wahrnehmen? Dies ist ein perfekter Film dafür. Sehr gut gemacht, nicht umsonst hat der Film zahlreiche Preise erhalten. Ein spannender Film, der vor allem vom Mobbing eines Autisten in der Schule berichtet. Spannend nicht wegen des Mobbings – das ist schrecklich – sondern wegen der Geschichte drum herum, die sich wie ein Kriminalfall erst am Ende auflöst.
Die Verbindung mit dem Computerspiel macht die Bilder sehr eingängig und überraschend – eine tolle Idee.
Und auch die Verzweiflung der Eltern wird sehr gut in Szene gesetzt – und was sie tun. Lassen Sie sich überraschen – toller Film nach einer wahren Geschichte.
Mary & Max
Was für ein Film! Kommt daher mit Stop-Motion-Technik und Knetfiguren, scheinbar wie ein unschuldiger Kinderfilm. Tatsächlich geht es zum einen um die kaputte Familie von Mary, deren Mutter die Geburtstagstorte auch schon mal mit einer Kippe verziert, Sherry-Tee trinkt und im Supermarkt „Sachen ausleiht“. Zum anderen um ihren Brieffreund Max, dem sie all ihre Fragen stellt – und ihn damit regelmäßig ungewollt in den Nervenzusammenbruch treibt. Er hat das Asperger-Syndrom und findet endlich in ihr eine Freundin. Allerdings bleibt die Brieffreundschaft kompliziert in den Auswirkungen für den jeweils anderen.
Ein mehrfach preisgekrönter Film, der manchmal komisch ist, dramatisch, politisch, tragisch und in jedem Fall faszinierend bleibt – bis zur letzten Minute.
Schreibworkshop gestützte Kommunikation
Gestützte Kommunikation (FC) hat für Außenstehende oftmals etwas Geheimnisvolles. Nicht sprechende Autisten schreiben mit unterschiedlich intensiver Unterstützung auf Computer, Tablet oder Buchstabenbrett. Auf diesem Wege können sie sich mitteilen, ihre Bedürfnisse und Gedanken mit Angehörigen austauschen.
Dieser Film berichtet über einen Schreibworkshop mit gestützten Autisten verschiedener Altersgruppen. Die Entstehung wird gefilmt und die beeindruckenden Ergebnisse in Szene gesetzt. Darüber hinaus werden die Lebensgeschichten der Autisten und zum Teil auch deren Lebensumstände geschildert.
Die DVD (50 Minuten) des Workshops enthält im Booklet außerdem alle erarbeiteten Geschichten, Gedichte und Erzählungen.
Zu beziehen ist die DVD über www.fiam-ev.de für 8 € inkl. Porto
Autisten als Arbeitnehmer. Sehr guter Kurzfilm bei SpiegelOnline

Ein Bollywood-Film zum Thema Autismus, geht das? Der Plot ist einigermaßen absurd, aber auch eine interessante Idee: Ein Asperger-Autist kommt in die USA, heiratet und bekommt nach einigem Drama die Aufgabe, dem Präsidenten zu sagen, dass er kein Terrorist ist. Dazwischen liegen viel Emotionen, schöne Bilder und ungewöhnliche Geschichten. Der 11. September und die Islam-Phobie der Amerikaner spielen dabei eine zentrale Rolle.

Der Star von Bollywood, Shah Rukh Khan, spielt den Autisten etwas übertrieben, aber in vielen Details muss man sagen, dass dort fachkundige Berater am Werk waren. Muss man den Film gesehen haben? Naja, nicht wirklich. Der Film hat viele Preise bekommen und ist einer der bekanntesten Filme Indiens im Ausland geworden, was für seine Qualität spricht. Auf die besondere Art eines indischen Films muss man sich einlassen und mit überraschenden, sehr emotionalen Wendungen rechnen.

Filme über Rex (Englisch):
- Catching Up With Rex Rückblick mit 60 Minutes-Material

Das Buch

Rex Stiftung für Musiktherapie blinder oder autistischer Menschen in Südkalifornien:

Autismusbegleithund: Filmbeitrag (meist hochdeutsch) unten auf der Seite.
Der kalte Himmel: Historischer TV-Zweiteiler um den Kampf einer Mutter um ihr autistisches Kind in den Sechzigerjahren. Trailer
Adam: Der scheue Adam beschäftigt sich am liebsten mit den Geheimnissen des Universums. Auf der Erde wird er jedoch jeden Tag mit vielen Rätseln konfrontiert, denn er leidet am Asperger-Syndrom und kann die Emotionen und Handlungen seiner Mitmenschen nicht verstehen. Wie ein Meteorit schlägt da seine neue Nachbarin in sein Universum ein. Trailer

Rain Man: Wer kennt ihn nicht. Muss man mal gesehen haben. Grandiose Schauspieler. Der Autohändler-Yuppie Charlie Babbit erfährt nach dem Tod des ungeliebten Vaters von der Existenz eines Bruders namens Raymond, der als Alleinerbe des Familienvermögens eingesetzt wurde. Raymond ist Autist und lebt in einem Heim für Behinderte. Mit dem Plan, seinen Erbteil von den Anwälten zu erpressen, entführt Charlie den Bruder und flüchtet mit ihm auf dem Highway durch die Staaten.

Natürlich sind nicht alle Autisten so, es sind sogar die allerwenigsten. Aber dieser Film hat das Thema Autismus nachhaltig in die öffentliche Wahrnehmung gebracht. Das macht ihn so wertvoll. Und gut ist er natürlich auch.
Den gezeigten Autisten gibt es übrigens wirklich, aber nicht diese Geschichte. Dazu mal nach Kim Peek googlen.

Snow Cake: Kann man sich mal anschauen, auch wenn er etwas sehr "amerikanisch" ist. Alex nimmt eine Anhalterin mit und wird kurz darauf in einen Autounfall verwickelt, bei dem die junge Frau stirbt. Geschockt macht Alex sich zur Mutter des Mädchens auf, um ihr die Nachricht zu überbringen. Da der nächste Schock: Linda leidet an Autismus. Alex zieht kurzfristig bei ihr ein, hilft bei den Beerdigungsvorbereitungen und lernt die attraktive Nachbarin Maggie kennen. Das ruft den eifersüchtigen Polizisten Clyde auf den Plan, der beginnt, in Alex' Vergangenheit zu forschen. Trailer
"Expedition ins Gehirn - Eine Reise in die mysteriöse Welt der Superbegabten" Sie rechnen die dreiunddreißigste Potenz einer zweistelligen Zahl sekundenschnell im Kopf aus, speichern Tausende von Büchern in ihrem Gehirn oder zeichnen Stadtpanoramen aus dem Gedächtnis: die Superbegabten, die sogenannten Savants. Gibt es auch alles bei youtube
Mozart und der Wal: Mozart and the whale

In einer amerikanischen Großstadt gründet ein junger Autist eine Selbsthilfegruppe für Autisten. Als Isabelle auftaucht, verlieben beide sich und das bringt deren Leben ziemlich durcheinander. Jeder mit dramaturgisch-autismusspezifischen Verhaltensbesonderheiten, die sie gegenseitig nicht immer verstehen. Daher kommt es auch unter Autisten zu Missverständnissen, Zerwürfnissen und Dramen.

Das Buch fußt auf einem biografischen Roman, trotzdem wird zu Beginn darauf hingewiesen, dass es sich um einen fiktiven Film handelt. Der Drehbuchautor hat übrigens auch das Drehbuch zu „Rain Man“ geschrieben.
Die Idee des Films ist durchaus gut, auch die Schauspieler spielen überzeugend. Manchmal werden autistische Auffälligkeiten zu stark überzeichnet, aber das muss im Film so sein. Insofern ein durchaus sehenswerter Film. Und der Filmtitel erklärt sich auch ziemlich schnell…

Temple Grandin: Leider nur auf Englisch, aber manchmal im deutschen Fernsehen auch synchronisiert zu sehen. Ganz toller Film über eine ganz beeindruckende Persönlichkeit.

Neben der klugen und spannenden Erzählweise, sind es die Bilder und kleinen Animationen, die dem Zuschauer veranschaulichen wie bildlich manche autistische Menschen viele Dinge sehen. Clare Danes Darstellung von Temple Grandin ist ebenfalls höchst überzeugend. Trailer

Autismus im Film: Eine interessante Liste bei Moviepilot mit bisher 36 Einträgen
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